„Romanes ist eine Sprache, die in den letzten Jahrhunderten Pogromen, Verboten und Tabuisierung ausgesetzt war. Mir ist es einfach sehr wichtig, dass dieses europäische und österreichische Kulturgut gefördert wird.“

Samuel Mago ist Schriftsteller, Künstler und Roma-Aktivist. Seine Kurzgeschichtensammlungen und seinen Gedichteband verfasste er zweisprachig - auf Deutsch und Romanes. Im Interview erklärt er, warum es ihm so wichtig ist, Romanes als Literatursprache zu fördern und welche Herausforderung sich bei der Selbstübersetzung ergeben. Sie sind mit vier Jahren mit Ihrer Familie nach Österreich gekommen, das … „Romanes ist eine Sprache, die in den letzten Jahrhunderten Pogromen, Verboten und Tabuisierung ausgesetzt war. Mir ist es einfach sehr wichtig, dass dieses europäische und österreichische Kulturgut gefördert wird.“ weiterlesen

Im Spotlight: Horror als Botschaft gegen Gewalt

Akif Turan wuchs als zweites von drei Kindern einer türkisch-kurdischen Familie in Wien auf. Schon früh entdeckte er seine Liebe zum Schreiben. Seine Lieblingsgenres sind Horror, Thriller und Psychothriller. Dabei greift er auch gerne einmal auf wahre Begebenheiten zurück. Mit seinen Büchern möchte der Autor seinen Leser:innen die Gelegenheit geben, in andere Welten einzutauchen und … Im Spotlight: Horror als Botschaft gegen Gewalt weiterlesen

Gefärbte Sprache: Im Gespräch mit Lisa Schantl

PODCAST 29. Juni 2021 Wie der Kreativität sind auch der Sprache beim Schreiben keine Grenzen gesetzt. Warum also immer nur in der Erstsprache schreiben? Ein Studienaufenthalt in den USA war für Lisa Schantl mit der Erfahrung verbunden, dass Texte von Autor:innen, die nicht in ihrer Erstsprache schreiben, oft voreingenommen gelesen werden. Dabei sind es nicht … Gefärbte Sprache: Im Gespräch mit Lisa Schantl weiterlesen

„Dialekt selbst zu lesen, ist auch für Sprecher*innen oft eine Herausforderung“

Dialekt ist in der Literatur nach wie vor eine Randerscheinung. Als Redaktionsmitglied der österreichischen Dialektzeitschrift Morgenschtean hilft Katharina J. Ferner mit, Dialektdichtung zu fördern. Dialekt spielt aber auch in ihrem eigenen literarischen Schaffen eine wichtige Rolle - so verbindet sie etwa in ihrem Lyrikband nur einmal fliegenpilz zum frühstück (Limbus Lyrik, 2018) Dialekt mit Naturlyrik … „Dialekt selbst zu lesen, ist auch für Sprecher*innen oft eine Herausforderung“ weiterlesen

Im Spotlight: Bettina Messner – besser später, als nie

Die Grazerin Bettina Messner ist eine literarische Spätzünderin - erst mit über 40 war sie soweit, ihre Texte aus der Schublade zu nehmen und mit der Öffentlichkeit zu teilen – und das mit beachtlichem Erfolg: ihre ersten beiden Erzählbände Senta bremst ein (2014) und Senta gibt Gas (2016), beide erschienen bei edition keiper, erhielten durchwegs … Im Spotlight: Bettina Messner – besser später, als nie weiterlesen

„Sprachliche Strukturen beeinflussen unsere Weltsicht“

Foto © Florian Hülmbauer In ihren Texten erkundet Cornelia Hülmbauer gerne Strukturen und Zwischenräume - zwischen einzelnen Sprachen aber auch innerhalb der Familie. Im Interview teilt sie ihren persönlichen Zugang zur Poesie, spricht über Transpoesie und ihre Erfahrungen mit dem Übersetzen von Lyrik und reflektiert die Rezeption von Lyrikerinnen in der Literaturkritik. Was bedeutet Lyrik … „Sprachliche Strukturen beeinflussen unsere Weltsicht“ weiterlesen

Im Spotlight: Georg Rauber, ein schauspielender Schriftsteller

Foto: Daniel Willinger Fans der ORF-Fernsehserie Walking on Sunshine ist Georg Rauber bereits als „Möttl“ bekannt, vor kurzem ist nun im Kampenwandverlag sein erstes Buch mit dem Titel Das Herz ist ein dummer Bastard aber es weiß was es will erschienen. „Zum Schreiben gekommen bin ich strikt gesagt nicht wirklich, weil es war immer schon … Im Spotlight: Georg Rauber, ein schauspielender Schriftsteller weiterlesen

Ich will der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten

© Emanuel Aeneas Photography Katharina Schaller ist Literaturscout und Text- und Konzeptentwicklerin für die Verlagsgeschwister Löwenzahn und Haymon. Mit Unterwasserflimmern hat sie nun ein Romandebüt vorgelegt, das mit einer unverblümten Darstellung von Körperlichkeit und Sexualität aus weiblicher Sicht aufhorchen lässt. Im Interview spricht sie über die Lust am Schreiben, über gesellschaftliche Tabus und die Rolle … Ich will der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten weiterlesen

Misogynie in der Literaturkritik ist nur die Spitze des Eisbergs

Von Mareike Fallwickl Misogynie in der Literaturkritik ist weit verbreitet — und nur die Spitze des Eisbergs. Das Problem beginnt schon viel früher: Es beginnt dort, wo Literaturagenturen nach Vermarktbarkeit auswählen und Frauen nicht annehmen, wo Verlage auf ein stark männerlastiges Programm setzen und Autorinnen nicht veröffentlichen — klar belegt durch #frauenzählen —, wo Zeitungen … Misogynie in der Literaturkritik ist nur die Spitze des Eisbergs weiterlesen

„Man sollte immer den eigenen Impulsen folgen“

Als minusgold berührt Jaqueline Scheiber auf Instagram mit sehr persönlichen, leuchtenden, manchmal unbequemen Posts. Im Interview über ihr neues Buch, Offenheit, beschreibt sie den Balanceakt zwischen Öffentlichkeit und Privatheit. In deinem Buch Offenheit beschreibst du sehr private Dinge, die du unter dem Pseudonym Minusgold auch auf einem Blog und auf Instagram ungeschönt dokumentierst. Nun ist es so, dass … „Man sollte immer den eigenen Impulsen folgen“ weiterlesen