Was wäre wenn: Im Gespräch mit Tanja Raich

REZENSION und PODCAST 8. März 2022 In Bezug auf das Matriarchat existieren die unterschiedlichsten Vorstellungen. Meist wird es als Gegenteil zum Patriarchat angesehen und mit vorwiegend negativen Assoziationen belegt. Von der Unterdrückung der Männer ist oft die Rede, von kriegerischen Amazonen, von vertauschten Rollen. Auf der anderen Seite wird die Idee einer Welt, in der … Was wäre wenn: Im Gespräch mit Tanja Raich weiterlesen

Was wäre, wenn ich meine Mobberin nie gekannt hätte?

KURZPROSA von Sofia Velin Ich denke nicht mehr oft an sie. Doch es gibt noch Momente, wo ich mich erinnere. An das Mädchen mit den 2 Zöpfen und dem gemeinem Grinsen im Gesicht. Sie saß hinter mir und lästerte über mich. Gerade so laut, dass ich es noch hörte.  Wenn die anderen fangen spielten durfte ich … Was wäre, wenn ich meine Mobberin nie gekannt hätte? weiterlesen

Der Nagel ist in der Wand

Von Lucia Leidenfrost Diskriminierung im Literaturbetrieb, denke ich, das hab ich zum Glück noch nicht erlebt. Ich schließe mein E-Mail-Fach und denke noch ein bisschen nach: Sonst ja, da ist es mir schon passiert, auf dem Campingplatz, an der Uni und auf Partys bei Bekannten. Ich entscheide also, dass ich dazu nichts zu sagen habe … Der Nagel ist in der Wand weiterlesen

Ältere Frauen verschwinden schneller von der Bildfläche

Von Julya Rabinowich Mir persönlich ist glücklicherweise noch nicht viel Schlimmes passiert. Aber ich habe einige junge Kolleginnen, die sehr wohl Bekanntschaft mit abwertenden, sexistischen Aussagen gemacht haben. Ihnen gilt meine volle Solidarität. Was ich auch beobachte: ältere Frauen nach der Adoleszenz und vor der Pension  haben es schwerer, Aufmerksamkeit zu generieren. Sie verschwinden schneller … Ältere Frauen verschwinden schneller von der Bildfläche weiterlesen

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Von Gertraud Klemm Literatur von Frauen wurde und wird anders gemessen, vermarktet und kanonisiert als die von Männern. Es wird langsam fad, den 2/3-Faktor ( 2/3 der besprochenen Bücher von Männern, 2/3 der Kritiker Männer, mehr als 2/3 der Literaturpreise an Männer) wiederzukäuen. Einfache Additionen und Prozentrechnungen sollten reichen, um das zu kapieren! Literaturkritik ist … Ist das wirklich so schwer zu verstehen? weiterlesen

Aus eigener Erfahrung

Von Barbara Rieger Als Beispiel aus eigener Erfahrung möchte ich eine Rezension zu meinem ersten Roman anführen, in dem es um weibliches Begehren geht. Der männliche Rezensent stellte in Frage, ob das Buch geschrieben werden musste. Die betreffenden Sätze wurden in der Rezension inzwischen aber geändert! Gut so. Mein zweiter Roman, in dem es um … Aus eigener Erfahrung weiterlesen

Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik

Von Tanja Paar Frauenfeindlichkeit ist eines der hässlichsten Symptome einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik. Sie zeigt uns die Defizite der KritikerInnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb. Sie beherrschen die einfachsten handwerklichen Grundbegriffe nicht: Die Autorin wird mit ihren ProtagonistInnen gleichgesetzt, ihre Eigenschaften, nicht jene des Textes untersucht. Wie sieht sie aus? Nicht: Welcher Mittel hat sie sich bedient? … Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik weiterlesen