32 Blicke auf Heimat: Wannst net fort muaßt, so bleib?

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz, 11. Juni 2026 Rezension Wannst net fort muaßt, so bleib?, herausgegeben von Christa Prameshuber, versammelt 32 Stimmen aus Oberösterreich, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit Heimat auseinandersetzen. Die Texte erzählen von Orten und Menschen, von Erinnerungen und Veränderungen, von dem, was bleibt, und dem, was verloren geht. Dabei entsteht kein einheitliches … 32 Blicke auf Heimat: Wannst net fort muaßt, so bleib? weiterlesen

Die Unordnung der Erinnerung: Isabella Breiers Kosmo

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz 15.Mai 2025 Mit Kosmo hat Isabella Breier einen Roman geschrieben, der sich jeder eindeutigen Verortung entzieht. Science-Fiction, Groteske, philosophisches Gedankenexperiment, Reiseroman, Archivfantasie, all das steckt in diesem Buch, und doch trifft keine dieser Bezeichnungen ganz zu. Kosmo wirkt wie ein Text, der seine eigene Form erst während des Erzählens erfindet. Die Erzählerin Chave arbeitet in … Die Unordnung der Erinnerung: Isabella Breiers Kosmo weiterlesen

Welten im Gefäß: Marlen Schachinger-Pusiols Landschaften in Schalen

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz 28. April 2026 Marlen Schachinger-Pusiols Landschaften in Schalen ist kein Roman, der sich liest wie ein Strom, eher einer, der sich tastend erschließt, wie ein Garten, dessen Wege nicht angelegt, sondern gewachsen sind. Wer ihn betritt, muss bereit sein, Umwege zu gehen, stehen zu bleiben, erneut hinzusehen. Schon der Titel ist Programm: „Schalen“ … Welten im Gefäß: Marlen Schachinger-Pusiols Landschaften in Schalen weiterlesen

Gegen das Kleinreden: Nicole Lists Angst vor Männern

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz 2. April 2026 Nicole Lists Angst vor Männern ist kein Buch, das auf Zustimmung oder vollständige Identifikation abzielt. Gerade darin liegt seine Stärke. Der Text besteht nicht darauf, dass jede*r Leser*in jede Erfahrung teilen müsse. Vielmehr schafft er einen Raum, in dem das persönlich Erlebte in seiner Eigenlogik ernst genommen wird. Ausgehend von … Gegen das Kleinreden: Nicole Lists Angst vor Männern weiterlesen

Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen

REZENSION und PODCAST Barbara E. Seidl-Reutz 6. März 2026 Katherina Braschels Roman Heim holen beginnt mit einem Moment, der zunächst unscheinbar wirkt und doch alles verschiebt. In einem Gespräch mit ihrer Mutter erfährt die Protagonistin Lina, dass ihr Großvater bei der SS war. Die Information fällt nebenbei. Für Lina wird sie zum Ausgangspunkt einer Spurensuche in der … Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen weiterlesen

Zu Gast im multigenrealen Musenreigen von Fräulein Hahnkamper

Die 6. Ausgabe unserer Literaturzeitschrift trägt den Titel LAUTeratur und zeigt Sprache als Bewegung: als Annäherung und Distanzierung, als Reibung und Verschmelzung, als Spiel zwischen Schrift und Stimme, also zwischen ihrer lautlichen und ihrer grafischen Repräsentation. Zur Einstimmung begleitet uns ein Gespräch mit Fräulein Hahnkamper, in dem Sprache, Klang und Performativität aus künstlerischer Perspektive beleuchtet … Zu Gast im multigenrealen Musenreigen von Fräulein Hahnkamper weiterlesen

Warum wir noch Notizbücher benutzen

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Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball

Wenn ich an Kinderbücher denke, fallen mir nicht viele ein. Bücher hatten keinen sehr großen Stellenwert, aber es gab sie. Erinnern kann ich mich an den kleinen Nick. Seine Welt begeisterte mich. Das Buch bestand aus kurzen Geschichten aus Nicks Leben. Es handelte sich um kleine alltägliche Abenteuer eines Jungen, der ungefähr so alt war … Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball weiterlesen