Welten im Gefäß: Marlen Schachinger-Pusiols Landschaften in Schalen

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz 28. April 2026 Marlen Schachinger-Pusiols Landschaften in Schalen ist kein Roman, der sich liest wie ein Strom, eher einer, der sich tastend erschließt, wie ein Garten, dessen Wege nicht angelegt, sondern gewachsen sind. Wer ihn betritt, muss bereit sein, Umwege zu gehen, stehen zu bleiben, erneut hinzusehen. Schon der Titel ist Programm: „Schalen“ … Welten im Gefäß: Marlen Schachinger-Pusiols Landschaften in Schalen weiterlesen

Warum wir Bücher (immer noch) lieben

Essay, Barbara E. Seidl-Reutz, 23. April 2026 Am heutigen Welttag des Buches richtet sich der Blick auf ein Medium, das seit Jahrhunderten Teil unserer Kultur ist und im 21. Jahrhundert eine neue Bedeutung erhalten hat. Bücher sind weiterhin präsent im Alltag, in öffentlichen Debatten und in digitalen Räumen. Diese anhaltende Präsenz fordert eine Erklärung. Digitale … Warum wir Bücher (immer noch) lieben weiterlesen

Gegen das Kleinreden: Nicole Lists Angst vor Männern

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz 2. April 2026 Nicole Lists Angst vor Männern ist kein Buch, das auf Zustimmung oder vollständige Identifikation abzielt. Gerade darin liegt seine Stärke. Der Text besteht nicht darauf, dass jede*r Leser*in jede Erfahrung teilen müsse. Vielmehr schafft er einen Raum, in dem das persönlich Erlebte in seiner Eigenlogik ernst genommen wird. Ausgehend von … Gegen das Kleinreden: Nicole Lists Angst vor Männern weiterlesen

Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen

REZENSION und PODCAST Barbara E. Seidl-Reutz 6. März 2026 Katherina Braschels Roman Heim holen beginnt mit einem Moment, der zunächst unscheinbar wirkt und doch alles verschiebt. In einem Gespräch mit ihrer Mutter erfährt die Protagonistin Lina, dass ihr Großvater bei der SS war. Die Information fällt nebenbei. Für Lina wird sie zum Ausgangspunkt einer Spurensuche in der … Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen weiterlesen

Zu Gast im multigenrealen Musenreigen von Fräulein Hahnkamper

Die 6. Ausgabe unserer Literaturzeitschrift trägt den Titel LAUTeratur und zeigt Sprache als Bewegung: als Annäherung und Distanzierung, als Reibung und Verschmelzung, als Spiel zwischen Schrift und Stimme, also zwischen ihrer lautlichen und ihrer grafischen Repräsentation. Zur Einstimmung begleitet uns ein Gespräch mit Fräulein Hahnkamper, in dem Sprache, Klang und Performativität aus künstlerischer Perspektive beleuchtet … Zu Gast im multigenrealen Musenreigen von Fräulein Hahnkamper weiterlesen

Warum wir noch Notizbücher benutzen

WERBUNG Wer schreibt, kennt das Bedürfnis nach einem festen Ort für Gedanken. Nicht alles gehört sofort in ein Dokument oder eine Datei. Manche Ideen brauchen Papier. Wer mit der Hand schreibt, denkt anders.Man hält inne, formuliert bewusster und gibt Gedanken Raum, sich anders zu entwickeln. So bekommen Notizen einen persönlichen Charakter, der sich nicht kopieren … Warum wir noch Notizbücher benutzen weiterlesen

Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball

Wenn ich an Kinderbücher denke, fallen mir nicht viele ein. Bücher hatten keinen sehr großen Stellenwert, aber es gab sie. Erinnern kann ich mich an den kleinen Nick. Seine Welt begeisterte mich. Das Buch bestand aus kurzen Geschichten aus Nicks Leben. Es handelte sich um kleine alltägliche Abenteuer eines Jungen, der ungefähr so alt war … Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball weiterlesen

Elke Steiner über Sinchen hinter der Mauer

Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, denen vom Kleinkindalter an vorgelesen wurde. Ich erinnere mich, dass ich als Vorschulkind mit einem aufgeschlagenen Buch an unserem Küchentisch saß und mit dem Finger über die Zeilen fuhr, sodass es aussah, als würde ich lesen. Vom Gelächter meiner Geschwister ließ ich mich nicht beirren, als „Scheinbar-Lesende“ stand ich … Elke Steiner über Sinchen hinter der Mauer weiterlesen