REZENSION Barbara E. Seidl 13. Jänner 2023 Wenn die Dinge, die uns umgeben, sprechen könnten, dann hätten sie so einiges zu erzählen. In Luna Al-Mouslis Um mich herum Geschichten tun sie es. Einfühlsam und mit viel Liebe zum Detail lässt die Autorin bewegungslose Gegenstände die Geschichte ihrer Kindheit inmitten einer Großfamilie in Damaskus zum Leben … Wenn Dinge sprechen könnten: Luna Al-Mouslis Um mich herum Geschichten weiterlesen
Keine Schwächen zeigen: Norbert Maria Kröll Die Kuratorin
REZENSION Barbara E. Seidl 18. Dezember 2022 Eine erfolgreiche Frau kann es sich nicht leisten, Schwächen zu zeigen. Immer das nächste Ziel im Visier, schiebt sie alle Hürden beiseite. Regina Steinfest, die Protagonistin in Norbert Maria Krölls Die Kuratorin ist eine Karrierefrau par excellence. Als Kuratorin der renommierten Belvertina setzt sie erfolgreich innovative Ausstellungen durch. … Keine Schwächen zeigen: Norbert Maria Kröll Die Kuratorin weiterlesen
Hinter den Kulissen: Fabian Bursteins Eroberung des Elfenbeinturms
REZENSION Barbara E. Seidl 30 November 2022 Was soll und kann Kunst und Kultur, was ist ihr Sinn und Zweck in einer lebendigen Gesellschaft? Wo kämen wir denn dahin, den Sinn von Kunst zu hinterfragen, meinen die einen, Kunst muss gar nichts! Diese Einstellung ist eine Verachtung des steuerzahlenden Publikums, der Kulturpolitik und der Verwaltung, … Hinter den Kulissen: Fabian Bursteins Eroberung des Elfenbeinturms weiterlesen
„In unserer Gesellschaft bedeutet Wertschätzung eine gewisse Honorarhöhe.“
Foto © Edition Arthof Die letzten beiden Jahre waren durchaus eine Herausforderung – insbesondere auch für Künstler*innen. Sie führten aber auch zu innovativen Ideen, die schon lange not taten. Eine davon ist »Edition Arthof«, ein Verlag bei dem die Leser*innen im Zentrum stehen. Die Literatin Marlen Schachinger hob diesen etwas anderen Verlag nach den Erfahrungen des Projekts … „In unserer Gesellschaft bedeutet Wertschätzung eine gewisse Honorarhöhe.“ weiterlesen
Auf der Suche nach Freiheit: Im Gespräch mit Eva Schörkhuber und Andreas Pavlic
PODCAST 7. November 2022 Vagabondage, laut Duden ein spezifisch österreichischer Ausdruck, beschreibt eine Lebensform des Nicht-Sesshaft-Werden-Wollens oder Könnens. Außerhalb der etablierten gesellschaftlichen Ordnung werden Vagabundierende oft angefeindet und verfolgt. Gleichzeitig wird die mit dieser Lebensform verbundene vermeintliche Freiheit auch romantisiert. Im von ihnen herausgegebenen Band "Vagabondage" (Sonderzahl 2022) nehmen Eva Schörkhuber und Andreas Pavlic historische … Auf der Suche nach Freiheit: Im Gespräch mit Eva Schörkhuber und Andreas Pavlic weiterlesen
Sprachgewitter: Helena Adlers Fretten
REZENSION Barbara E. Seidl 29. November 2022 "Fretten" heißt in Österreich so viel wie mit Ach und Krach über die Runden kommen. Auch in Helena Adlers neuem Roman, der diese Plagerei als Titel trägt, muss sich die wortgewaltige Ich-Erzählerin viel fretten, was sie in funkensprühenden Sprachbildern zum Ausdruck bringt. In einundzwanzig Beschreibungen von Bildern, die … Sprachgewitter: Helena Adlers Fretten weiterlesen
„Es hat Spaß gemacht, das Brachiale, auch das Hinterhältige zu beschreiben.“
Foto © Minitta Kandlbauer In seinem Romandebüt Die Rotte bringt Marcus Fischer die beiläufige Brutalität und weitere Abgründe eines Provinzdorfes zutage. Im Interview erzählt er, was ihm beim Schreiben am meisten Spaß gemacht hat und warum es ihm ein besonderes Anliegen war, die richtige Sprache für seine Geschichte zu finden. „Die Rotte“ ist im bäuerlichen … „Es hat Spaß gemacht, das Brachiale, auch das Hinterhältige zu beschreiben.“ weiterlesen
Spiel der Heugabeln: Marcus Fischers Die Rotte
REZENSION Katharina Peham, 21. Oktober 2022 Im Halbschlaf sind die Gedanken gekommen. Gedrückt haben die vorn in der Stirn. Und in der Brust. Immer härter sind sie geworden, jeder Gedanke ein Brocken, bis der Kopf selber zum Brocken geworden ist und sie aus dem Steinernen nicht mehr herauskommen ist. Alles ist düster und dunkel in … Spiel der Heugabeln: Marcus Fischers Die Rotte weiterlesen