Hinter den Kulissen: Fabian Bursteins Eroberung des Elfenbeinturms

REZENSION Barbara E. Seidl 30 November 2022 Was soll und kann Kunst und Kultur, was ist ihr Sinn und Zweck in einer lebendigen Gesellschaft? Wo kämen wir denn dahin, den Sinn von Kunst zu hinterfragen, meinen die einen, Kunst muss gar nichts! Diese Einstellung ist eine Verachtung des steuerzahlenden Publikums, der Kulturpolitik und der Verwaltung, … Hinter den Kulissen: Fabian Bursteins Eroberung des Elfenbeinturms weiterlesen

„In unserer Gesellschaft bedeutet Wertschätzung eine gewisse Honorarhöhe.“

Foto © Edition Arthof Die letzten beiden Jahre waren durchaus eine Herausforderung – insbesondere auch für Künstler*innen. Sie führten aber auch zu innovativen Ideen, die schon lange not taten. Eine davon ist »Edition Arthof«, ein Verlag bei dem die Leser*innen im Zentrum stehen. Die Literatin Marlen Schachinger hob diesen etwas anderen Verlag nach den Erfahrungen des Projekts … „In unserer Gesellschaft bedeutet Wertschätzung eine gewisse Honorarhöhe.“ weiterlesen

Auf der Suche nach Freiheit: Im Gespräch mit Eva Schörkhuber und Andreas Pavlic

PODCAST 7. November 2022 Vagabondage, laut Duden ein spezifisch österreichischer Ausdruck, beschreibt eine Lebensform des Nicht-Sesshaft-Werden-Wollens oder Könnens. Außerhalb der etablierten gesellschaftlichen Ordnung werden Vagabundierende oft angefeindet und verfolgt. Gleichzeitig wird die mit dieser Lebensform verbundene vermeintliche Freiheit auch romantisiert. Im von ihnen herausgegebenen Band "Vagabondage" (Sonderzahl 2022) nehmen Eva Schörkhuber und Andreas Pavlic historische … Auf der Suche nach Freiheit: Im Gespräch mit Eva Schörkhuber und Andreas Pavlic weiterlesen

Sprachgewitter: Helena Adlers Fretten

REZENSION Barbara E. Seidl 29. November 2022 "Fretten" heißt in Österreich so viel wie mit Ach und Krach über die Runden kommen. Auch in Helena Adlers neuem Roman, der diese Plagerei als Titel trägt, muss sich die wortgewaltige Ich-Erzählerin viel fretten, was sie in funkensprühenden Sprachbildern zum Ausdruck bringt. In einundzwanzig Beschreibungen von Bildern, die … Sprachgewitter: Helena Adlers Fretten weiterlesen

„Es hat Spaß gemacht, das Brachiale, auch das Hinterhältige zu beschreiben.“

Foto © Minitta Kandlbauer In seinem Romandebüt Die Rotte bringt Marcus Fischer die beiläufige Brutalität und weitere Abgründe eines Provinzdorfes zutage. Im Interview erzählt er, was ihm beim Schreiben am meisten Spaß gemacht hat und warum es ihm ein besonderes Anliegen war, die richtige Sprache für seine Geschichte zu finden. „Die Rotte“ ist im bäuerlichen … „Es hat Spaß gemacht, das Brachiale, auch das Hinterhältige zu beschreiben.“ weiterlesen

Spiel der Heugabeln: Marcus Fischers Die Rotte

REZENSION Katharina Peham, 21. Oktober 2022 Im Halbschlaf sind die Gedanken gekommen. Gedrückt haben die vorn in der Stirn. Und in der Brust. Immer härter sind sie geworden, jeder Gedanke ein Brocken, bis der Kopf selber zum Brocken geworden ist und sie aus dem Steinernen nicht mehr herauskommen ist.  Alles ist düster und dunkel in … Spiel der Heugabeln: Marcus Fischers Die Rotte weiterlesen

Familienaufstellung: Bettina Scheiflingers Erbgut

REZENSION Barbara E. Seidl 06. Oktober 2022 Bevor wir in die Welt hinausziehen um eigene Erfahrungen zu machen, werden wir vor allem von unserem familiären Umfeld geprägt. Das "Erbgut", verfolgt uns nicht nur biologisch sondern ist auch verantwortlich dafür, ob wir eher risikobereit oder ängstlich, beziehungsfreudig oder einzelgängerisch sind - sei es durch Nachahmung oder … Familienaufstellung: Bettina Scheiflingers Erbgut weiterlesen

Grund und Abgrund

KURZPROSA von Klaus Prinz Kurz nach Sonnenaufgang liege ich auf der Wiese vor dem Haus meines Großvaters und warte auf den Krankenwagen. Vielleicht besteht ein Sinn darin, dass die Dinge so geschehen, wie sie geschehen. Vielleicht hat alles seinen guten Grund. Wenige Zentimeter von meinem Kopf entfernt ist eine Heuschrecke auf einen langen Grashalm geklettert … Grund und Abgrund weiterlesen