Mit dem VW-Bus Richtung Osten: Im Gespräch mit Olivia Wimmer und Lukas Matzinger

REZENSION und PODCAST Barbara E. Seidl-Reutz 21. August 2026 Beim Lesen von Ohne Kalaschnikow schlaf ich schlecht ist es, als würden wir ein Stück weit mitreisen. Mit Lukas Matzinger und Olivia Wimmer, deren Fotografien den Text bereichern, geht es im alten VW-Bus von der Türkei über den Iran und Pakistan bis nach China. Nur die schier unerträgliche … Mit dem VW-Bus Richtung Osten: Im Gespräch mit Olivia Wimmer und Lukas Matzinger weiterlesen

Eine Reise nach Grönland: Anna Kims Invasionen des Privaten

REZENSION 30. Juli 2026, Barbara E. Seidl-Reutz Reisen hat viele Ausgangspunkte. Den nächsten Sehnsuchtsort entdecken, dem Alltag entfliehen, spektakuläre Landschaften erleben oder einfach nur möglichst weit weg sein. Manchmal aber beginnt eine Reise mit einer Frage. Der Frage nach der Welt, nach den Menschen und schließlich nach sich selbst. Anna Kims Essay Invasionen des Privaten … Eine Reise nach Grönland: Anna Kims Invasionen des Privaten weiterlesen

Die Toten kehren zurück: Rick Luperts Erinnern an uns

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz, 23. Juni 2026 Mit Erinnern an uns erweitert Rick Lupert die literarische Welt, die er bereits in seinem Debüt Der schlimmste Feind entworfen hat, um eine weitere, erschütternde Facette. Hinter der Krimihandlung verbirgt sich eine intensive Auseinandersetzung mit Erinnerung, Schuld und dem Umgang mit historischen Verbrechen. Im Mittelpunkt steht die Gerichtsmedizinerin Susanne Knecht, die … Die Toten kehren zurück: Rick Luperts Erinnern an uns weiterlesen

32 Blicke auf Heimat: Wannst net fort muaßt, so bleib?

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz, 11. Juni 2026 Rezension Wannst net fort muaßt, so bleib?, herausgegeben von Christa Prameshuber, versammelt 32 Stimmen aus Oberösterreich, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit Heimat auseinandersetzen. Die Texte erzählen von Orten und Menschen, von Erinnerungen und Veränderungen, von dem, was bleibt, und dem, was verloren geht. Dabei entsteht kein einheitliches … 32 Blicke auf Heimat: Wannst net fort muaßt, so bleib? weiterlesen

Fragile Utopie: Lisa-Viktoria Niederbergers LAHEA

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz 28.Mai 2026 Ein Wal liegt am Strand der Insel Ebria, sein Körper voller Plastikreste aus einer untergegangenen Zeit. Die Bewohner*innen nehmen Stücke seines Körpers mit ruhiger Selbstverständlichkeit auseinander und verwerten ihn sorgfältig. Bereits in dieser Szene verdichtet sich bereits vieles von dem, was Lisa-Viktoria Niederbergers LAHEA prägt. Die Gesellschaft auf Ebria … Fragile Utopie: Lisa-Viktoria Niederbergers LAHEA weiterlesen

Gegen das Kleinreden: Nicole Lists Angst vor Männern

REZENSION Barbara E. Seidl-Reutz 2. April 2026 Nicole Lists Angst vor Männern ist kein Buch, das auf Zustimmung oder vollständige Identifikation abzielt. Gerade darin liegt seine Stärke. Der Text besteht nicht darauf, dass jede*r Leser*in jede Erfahrung teilen müsse. Vielmehr schafft er einen Raum, in dem das persönlich Erlebte in seiner Eigenlogik ernst genommen wird. Ausgehend von … Gegen das Kleinreden: Nicole Lists Angst vor Männern weiterlesen

Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen

REZENSION und PODCAST Barbara E. Seidl-Reutz 6. März 2026 Katherina Braschels Roman Heim holen beginnt mit einem Moment, der zunächst unscheinbar wirkt und doch alles verschiebt. In einem Gespräch mit ihrer Mutter erfährt die Protagonistin Lina, dass ihr Großvater bei der SS war. Die Information fällt nebenbei. Für Lina wird sie zum Ausgangspunkt einer Spurensuche in der … Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen weiterlesen

Im Weitergehen wachsen Flügel: Kaśka Brylas Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich

REZENSION Barbara Seidl-Reutz 07.11.2025 Kaśka Brylas Roman Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich ist eine vielstimmige Erkundung dessen, was bleibt, wenn Körper, Herkunft und Sprache fragil werden und sich in diesen Brüchen neu zusammensetzen. Die Erzählerin lebt nach einer Covid-Erkrankung auf einem Wagenplatz, in einer Zwischenwelt, halb geschützt, halb verloren. Sie ist nicht allein, doch … Im Weitergehen wachsen Flügel: Kaśka Brylas Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich weiterlesen