Der Literaturbetrieb spiegelt gesellschaftliche Machtstrukturen wider

Von Elisabeth Klar Der Literaturbetrieb spiegelt gesellschaftliche Machtstrukturen wider, mal subtiler und mal auch weniger subtil. Das zieht sich von "Rehaugen" in Autorinnenportraits, über Vorschau- und Preisstatistiken bis zu der Bewertung von konkreten Texten. Es gibt keine "Genderblindheit", keine Neutralität, nur ein mehr oder weniger entwickeltes Bewusstsein für die gesellschaftlichen Diskurse, die unsere Sprache, unsere … Der Literaturbetrieb spiegelt gesellschaftliche Machtstrukturen wider weiterlesen

Ältere Frauen verschwinden schneller von der Bildfläche

Von Julya Rabinowich Mir persönlich ist glücklicherweise noch nicht viel Schlimmes passiert. Aber ich habe einige junge Kolleginnen, die sehr wohl Bekanntschaft mit abwertenden, sexistischen Aussagen gemacht haben. Ihnen gilt meine volle Solidarität. Was ich auch beobachte: ältere Frauen nach der Adoleszenz und vor der Pension  haben es schwerer, Aufmerksamkeit zu generieren. Sie verschwinden schneller … Ältere Frauen verschwinden schneller von der Bildfläche weiterlesen

Auf welchen literarischen Kanon wird bei Rezensionen zurückgegriffen?

Von Kaska Bryla Ich möchte mich dem, was bereits von Kolleginnen wie Mareike Fallwickl oder Elena Messner gesagt wurde anschließen, und noch den Aspekt der Bezüglichkeit beiheften:  Auf welchen literarischen Kanon wird bei Rezensionen zurückgegriffen? Die unterschiedlichen Besprechungen meines Debütromans reflektierend, gab es zwei Kritiker, die bei ihren Überlegungen auf das Werk anderer Autoren rekurrierten. … Auf welchen literarischen Kanon wird bei Rezensionen zurückgegriffen? weiterlesen

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Von Gertraud Klemm Literatur von Frauen wurde und wird anders gemessen, vermarktet und kanonisiert als die von Männern. Es wird langsam fad, den 2/3-Faktor ( 2/3 der besprochenen Bücher von Männern, 2/3 der Kritiker Männer, mehr als 2/3 der Literaturpreise an Männer) wiederzukäuen. Einfache Additionen und Prozentrechnungen sollten reichen, um das zu kapieren! Literaturkritik ist … Ist das wirklich so schwer zu verstehen? weiterlesen

Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik

Von Tanja Paar Frauenfeindlichkeit ist eines der hässlichsten Symptome einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik. Sie zeigt uns die Defizite der KritikerInnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb. Sie beherrschen die einfachsten handwerklichen Grundbegriffe nicht: Die Autorin wird mit ihren ProtagonistInnen gleichgesetzt, ihre Eigenschaften, nicht jene des Textes untersucht. Wie sieht sie aus? Nicht: Welcher Mittel hat sie sich bedient? … Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik weiterlesen

„SCHLAFES SCHWESTER“ – Die Rezension einer Rezension

Von Irene Diwiak Der Artikel von Nicole Seifert hat mich dazu inspiriert, eine Rezension aus dem Jahr 2017 auszugraben, die ich für meinen Debütroman „Liebwies“ erhalten habe. Sie stammt von Edwin Baumgartner und erschien unter dem Titel „Schlafes Schwester“ in der „Wiener Zeitung“.  Zwar gesteht der Kritiker dem Roman zu, eine „eindrucksvolle Talentprobe“ zu sein, … „SCHLAFES SCHWESTER“ – Die Rezension einer Rezension weiterlesen

In Rezensionen für die Bücher von Autorinnen gibt es definitv ein anderes Vokabular

Von Cornelia Travnicek Es gibt in Rezensionen für die Bücher von Autorinnen definitiv ein anderes Vokabular als für die Werke der männlichen Kollegen. Nicht bei allen Rezensent:innen natürlich, aber es ist unbestreitbar da. "Ungeschminkt" ist eines dieser Worte. Leider werden diese viel zu oft auch noch von den Vorschautexten der Verlage bedient.

…weil ich eine Frau bin

Von Isabella Feimer Dass ich das Gefühl aus manch Zeilen der Kritik(er) schleicht, sie sagen genau das, was sie sagen, weil ich eine Frau bin / dass ich herauslese, sie hätten mir ein Schreiben wie das meine nicht zugetraut, weil ich eine Frau bin / dass ich das Wort „sperrig“ finden muss, schön öfter, wo … …weil ich eine Frau bin weiterlesen