REZENSION Barbara E. Seidl, 7. Oktober 2023 Ein Oktopus denkt anders, denn im Gegensatz zum Menschen sind die meisten Neuronen des Tiers nicht im Gehirn angesiedelt, sondern in den Armen. Das Ergebnis ist eine Vielzahl an Blickwinkel, die sich für uns nur schwer nachvollziehen lassen. Luca Kieser hat es in seinem Romandebüt Weil da war … Tentakulär: Luca Kiesers Weil da war etwas im Wasser weiterlesen
„Von Tintenfischen können wir lernen, dass es sehr andere Arten zu existieren gibt.“ Luca Kieser über „Weil da war etwas im Wasser“
Foto © Nicolaus Stein Wie es wohl ist, das Leben aus der Sicht eines Riesenkalamars zu betrachten? In seinem Romandebüt Weil da war etwas im Wasser (Picus Verlag, 2023) lässt Luca Kieser die Arme eines monströsen Tintenfisches erzählen. Doch warum geht von diesem Tier so eine große Faszination aus und welche Möglichkeiten haben sich durch … „Von Tintenfischen können wir lernen, dass es sehr andere Arten zu existieren gibt.“ Luca Kieser über „Weil da war etwas im Wasser“ weiterlesen
Eine tierische Anthologie: Zum Fressen gern. (Hrsg. von Heimo Mürzl und Wolfgang Pollanz)
REZENSION Barbara E. Seidl, 21. September 2023 Nach Noch mehr Lärm und Baby, you can drive my car hat die steirische Edition Kürbis nun abermals eine Anthologie vorgelegt, die sich mit einer Facette der Popkultur auseinandersetzt: dieses Mal geht es um das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Wie immer untermalt von einer großartigen Playlist, die, … Eine tierische Anthologie: Zum Fressen gern. (Hrsg. von Heimo Mürzl und Wolfgang Pollanz) weiterlesen
Gedichtband: Daniel Böswirths „von den bösen viechern“
BUCHTIPP Barbara E. Seidl, 9. September 2023 Es ist allerhand seltsames Getier, das sich in Daniel Böswirths liebevoll gestalteten Gedichtband tummelt. Vom Krokokasperl über den Hummerfredschlawiner bis hin zu werwolfgleichen Geschöpfen, begegnet uns in "von den bösen viechern" ein Sammelsurium an fantastischen Geschöpfen, die der Autor in Gedichten und Linolschnitten verewigt. Über dreißig Jahre schrieb … Gedichtband: Daniel Böswirths „von den bösen viechern“ weiterlesen
„Abends träume ich von Dotterland.“ Karoline Therese Marths Dotterland
REZENSION Katharina Peham, 25. August 2023 Abends träume ich von Dotterland. Ich beiße auf meine Unterlippe, bis sie blutet, und sauge daran. Der metallische Geschmack erinnert mich an den Dotter meines weichgekochten Frühstückseis. Ich stelle mir einen Dottersee, einen Dotterwald und einen Dotterprinzen auf einem Dotterpferd vor. Dotterland ist die Sicherheitszone und Wunschwelt von Kathlen. … „Abends träume ich von Dotterland.“ Karoline Therese Marths Dotterland weiterlesen
Lyrisches Debüt: Precious Chiebonam Nnebedums Birthmarks
REZENSION Barbara E. Seidl, 21. Juli 2023 once upon a time, there was a girl aus Precious Chiebonam Nnebedum, Birthmarks Bisher machte sie vor allem auf Poetry Slam Bühnen von sich reden, nun hat Precious Chiebonam Nnebedum mit Birthmarks ihren ersten Lyrikband vorgelegt. Im Zentrum der Gedichte steht eine Identitätssuche, die die titelgebenden Birthmarks der … Lyrisches Debüt: Precious Chiebonam Nnebedums Birthmarks weiterlesen
Homage an Maria Lassnig: Ich bin ganz Landschaft (hrsg. von Maria Nicolini)
REZENSION Barbara E. Seidl, 22. Juni 2023 Maria Lassnig zählt zu den bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen des 20.und 21. Jahrhunderts. Maria Nicolini, die Besitzerin des ersten eigenen Ateliers der Malerin, erkundet in einem behutsam gestalteten und durch viel Bildmaterial unterlegten Band Aspekte der Kunst und des Lebens der Künstlerin. Unter dem Titel Ich bin ganz Landschaft … Homage an Maria Lassnig: Ich bin ganz Landschaft (hrsg. von Maria Nicolini) weiterlesen
„Maria Lassnig hat manchmal überlegt, ob sie nicht Schriftstellerin werden sollte, sich dann aber bewusst dagegen entschieden, weil es, wie sie einmal festhielt, nicht genug Wörter gebe“
Mit Maria malt hat Kirstin Breitenfellner einen großen Roman über eine große Künstlerin geschrieben.Im Interview spricht die Autorin über ihre Herangehensweise an das Leben und Werk einer der wichtigsten österreichischen Künstlerinnen. Für die Vorbereitung Ihres Romans haben Sie Einblicke in Maria Lassnigs Tagebücher und Briefe erhalten. Haben diese persönlichen Notizen Ihre Sicht auf die Bilder … „Maria Lassnig hat manchmal überlegt, ob sie nicht Schriftstellerin werden sollte, sich dann aber bewusst dagegen entschieden, weil es, wie sie einmal festhielt, nicht genug Wörter gebe“ weiterlesen