Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Von Gertraud Klemm Literatur von Frauen wurde und wird anders gemessen, vermarktet und kanonisiert als die von Männern. Es wird langsam fad, den 2/3-Faktor ( 2/3 der besprochenen Bücher von Männern, 2/3 der Kritiker Männer, mehr als 2/3 der Literaturpreise an Männer) wiederzukäuen. Einfache Additionen und Prozentrechnungen sollten reichen, um das zu kapieren! Literaturkritik ist … Ist das wirklich so schwer zu verstehen? weiterlesen

Aus eigener Erfahrung

Von Barbara Rieger Als Beispiel aus eigener Erfahrung möchte ich eine Rezension zu meinem ersten Roman anführen, in dem es um weibliches Begehren geht. Der männliche Rezensent stellte in Frage, ob das Buch geschrieben werden musste. Die betreffenden Sätze wurden in der Rezension inzwischen aber geändert! Gut so. Mein zweiter Roman, in dem es um … Aus eigener Erfahrung weiterlesen

Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik

Von Tanja Paar Frauenfeindlichkeit ist eines der hässlichsten Symptome einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik. Sie zeigt uns die Defizite der KritikerInnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb. Sie beherrschen die einfachsten handwerklichen Grundbegriffe nicht: Die Autorin wird mit ihren ProtagonistInnen gleichgesetzt, ihre Eigenschaften, nicht jene des Textes untersucht. Wie sieht sie aus? Nicht: Welcher Mittel hat sie sich bedient? … Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik weiterlesen

„SCHLAFES SCHWESTER“ – Die Rezension einer Rezension

Von Irene Diwiak Der Artikel von Nicole Seifert hat mich dazu inspiriert, eine Rezension aus dem Jahr 2017 auszugraben, die ich für meinen Debütroman „Liebwies“ erhalten habe. Sie stammt von Edwin Baumgartner und erschien unter dem Titel „Schlafes Schwester“ in der „Wiener Zeitung“.  Zwar gesteht der Kritiker dem Roman zu, eine „eindrucksvolle Talentprobe“ zu sein, … „SCHLAFES SCHWESTER“ – Die Rezension einer Rezension weiterlesen

In Rezensionen für die Bücher von Autorinnen gibt es definitv ein anderes Vokabular

Von Cornelia Travnicek Es gibt in Rezensionen für die Bücher von Autorinnen definitiv ein anderes Vokabular als für die Werke der männlichen Kollegen. Nicht bei allen Rezensent:innen natürlich, aber es ist unbestreitbar da. "Ungeschminkt" ist eines dieser Worte. Leider werden diese viel zu oft auch noch von den Vorschautexten der Verlage bedient.

…weil ich eine Frau bin

Von Isabella Feimer Dass ich das Gefühl aus manch Zeilen der Kritik(er) schleicht, sie sagen genau das, was sie sagen, weil ich eine Frau bin / dass ich herauslese, sie hätten mir ein Schreiben wie das meine nicht zugetraut, weil ich eine Frau bin / dass ich das Wort „sperrig“ finden muss, schön öfter, wo … …weil ich eine Frau bin weiterlesen

Wir sollten unsere eigenen Gender-Statistiken führen und diese öffentlich machen

Von Elena Messner Statistiken, Statistiken, Statistiken Als mich die Bitte um einen Kommentar zur Frage erreichte, inwiefern die Literaturkritik in Österreich misogyn sei, klickte ich auf die Homepage der österreichischen Tageszeitung "Der Standard", um mir ein aktuelles Bild von der Situation zu machen. Die Überblicksseite, auf der die online gestellten und mit dem Label "Literatur" … Wir sollten unsere eigenen Gender-Statistiken führen und diese öffentlich machen weiterlesen

Misogynie in der Literaturkritik ist nur die Spitze des Eisbergs

Von Mareike Fallwickl Misogynie in der Literaturkritik ist weit verbreitet — und nur die Spitze des Eisbergs. Das Problem beginnt schon viel früher: Es beginnt dort, wo Literaturagenturen nach Vermarktbarkeit auswählen und Frauen nicht annehmen, wo Verlage auf ein stark männerlastiges Programm setzen und Autorinnen nicht veröffentlichen — klar belegt durch #frauenzählen —, wo Zeitungen … Misogynie in der Literaturkritik ist nur die Spitze des Eisbergs weiterlesen