Von Anna Herzig Man müsste eigentlich unter angemessener Dringlichkeit hinterfragen, was wir davon haben, einander anzuzünden, zu vergewaltigen, zu beschämen, zu erniedrigen, zu siegen über dieses und jenes und dann, als wären all diese Dinge, die leider hauptsächlich von Menschen begangen werden, die keinen Respekt vorm Menschsein haben, richten wir, Frauen, den Hass auch noch … Entschuldige die Störung aber: Ich find, du bist wunderschön weiterlesen
Schlagwort: Literatur
Der Nagel ist in der Wand
Von Lucia Leidenfrost Diskriminierung im Literaturbetrieb, denke ich, das hab ich zum Glück noch nicht erlebt. Ich schließe mein E-Mail-Fach und denke noch ein bisschen nach: Sonst ja, da ist es mir schon passiert, auf dem Campingplatz, an der Uni und auf Partys bei Bekannten. Ich entscheide also, dass ich dazu nichts zu sagen habe … Der Nagel ist in der Wand weiterlesen
Es ist an der Zeit, Auswahl-und Bewertungskriterien zu hinterfragen
Von Sandra Gugić Autorinnen haben die Plätze verlassen, die ihnen die Gesellschaft so lange zugewiesen hat, treten selbstbewusst auf, sind erfolgreich, was sie aber sofort wieder zum Ziel von Angriffen macht. In der Auseinandersetzung mit Misogynie im Literaturbetrieb geht es um Sichtbarkeit und Fairness. Wir sind nicht alle weiß, cis, hetero, abled, männlich. Warum kann es nicht … Es ist an der Zeit, Auswahl-und Bewertungskriterien zu hinterfragen weiterlesen
Der Literaturbetrieb spiegelt gesellschaftliche Machtstrukturen wider
Von Elisabeth Klar Der Literaturbetrieb spiegelt gesellschaftliche Machtstrukturen wider, mal subtiler und mal auch weniger subtil. Das zieht sich von "Rehaugen" in Autorinnenportraits, über Vorschau- und Preisstatistiken bis zu der Bewertung von konkreten Texten. Es gibt keine "Genderblindheit", keine Neutralität, nur ein mehr oder weniger entwickeltes Bewusstsein für die gesellschaftlichen Diskurse, die unsere Sprache, unsere … Der Literaturbetrieb spiegelt gesellschaftliche Machtstrukturen wider weiterlesen
Auf welchen literarischen Kanon wird bei Rezensionen zurückgegriffen?
Von Kaska Bryla Ich möchte mich dem, was bereits von Kolleginnen wie Mareike Fallwickl oder Elena Messner gesagt wurde anschließen, und noch den Aspekt der Bezüglichkeit beiheften: Auf welchen literarischen Kanon wird bei Rezensionen zurückgegriffen? Die unterschiedlichen Besprechungen meines Debütromans reflektierend, gab es zwei Kritiker, die bei ihren Überlegungen auf das Werk anderer Autoren rekurrierten. … Auf welchen literarischen Kanon wird bei Rezensionen zurückgegriffen? weiterlesen
Aus eigener Erfahrung
Von Barbara Rieger Als Beispiel aus eigener Erfahrung möchte ich eine Rezension zu meinem ersten Roman anführen, in dem es um weibliches Begehren geht. Der männliche Rezensent stellte in Frage, ob das Buch geschrieben werden musste. Die betreffenden Sätze wurden in der Rezension inzwischen aber geändert! Gut so. Mein zweiter Roman, in dem es um … Aus eigener Erfahrung weiterlesen
Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik
Von Tanja Paar Frauenfeindlichkeit ist eines der hässlichsten Symptome einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik. Sie zeigt uns die Defizite der KritikerInnen im deutschsprachigen Literaturbetrieb. Sie beherrschen die einfachsten handwerklichen Grundbegriffe nicht: Die Autorin wird mit ihren ProtagonistInnen gleichgesetzt, ihre Eigenschaften, nicht jene des Textes untersucht. Wie sieht sie aus? Nicht: Welcher Mittel hat sie sich bedient? … Frauenfeindlichkeit ist Symptom einer Krankheit: der nicht fachkundigen Literaturkritik weiterlesen
„SCHLAFES SCHWESTER“ – Die Rezension einer Rezension
Von Irene Diwiak Der Artikel von Nicole Seifert hat mich dazu inspiriert, eine Rezension aus dem Jahr 2017 auszugraben, die ich für meinen Debütroman „Liebwies“ erhalten habe. Sie stammt von Edwin Baumgartner und erschien unter dem Titel „Schlafes Schwester“ in der „Wiener Zeitung“. Zwar gesteht der Kritiker dem Roman zu, eine „eindrucksvolle Talentprobe“ zu sein, … „SCHLAFES SCHWESTER“ – Die Rezension einer Rezension weiterlesen