Groteske Kunst: Isabella Breiers Grapefruits oder Vom Großen und Ganzen

Rezension Barbara E. Seidl 17.Dezember 2023 Wird eine Grapefruit der Länge nach geschnitten, so gleicht sie dem eingefärbten Röntgenbild einer Lunge. Tatsächlich soll Grapefruitsaft eine reinigende Wirkung auf die Lunge haben. Auch beim Titelbild von Isabella Breiers Grapefruits oder Vom Großen und Ganzen muss man genauer hinsehen und stünde da nicht in großen Lettern "Grapefruits", … Groteske Kunst: Isabella Breiers Grapefruits oder Vom Großen und Ganzen weiterlesen

Im Kampf mit sich selbst: Rhea Krčmářovás Montrosa

REZENSION Barbara E. Seidl 04. Dezember 2023 Im klassischen Schauerroman kämpft die Heldin meist gegen eine überirdische Bedrohung. Doch was, wenn sie selbst das Monster ist? In Rhea Krčmářovás neuem Roman Monstrosa muss sich die Opernsängerin Isabella ihren inneren Dämonen stellen, die sich in Form einer Essstörung bemerkbar machen. Hilfe sucht sie dabei in einer … Im Kampf mit sich selbst: Rhea Krčmářovás Montrosa weiterlesen

Steirische Heilsversprechungen: Maria Hofers Arsen

REZENSION Katharina Peham 12. Oktober 2023 Der Wind weht in den Bahnen durch das Feld, die Blätter wiegen sich, das Muster im Feld schaut aus wie ein grünes, organisches, riesiges, sich bewegendes Tigerfell.  Arndorf ist ein Sehnsuchtsort mitten im Nirgendwo. Touristen verlaufen sich kaum in diese Gegend – bis sich herumspricht, dass es Arsen in … Steirische Heilsversprechungen: Maria Hofers Arsen weiterlesen

„Von Tintenfischen können wir lernen, dass es sehr andere Arten zu existieren gibt.“ Luca Kieser über „Weil da war etwas im Wasser“

Foto © Nicolaus Stein Wie es wohl ist, das Leben aus der Sicht eines Riesenkalamars zu betrachten? In seinem Romandebüt Weil da war etwas im Wasser (Picus Verlag, 2023) lässt Luca Kieser die Arme eines monströsen Tintenfisches erzählen. Doch warum geht von diesem Tier so eine große Faszination aus und welche Möglichkeiten haben sich durch … „Von Tintenfischen können wir lernen, dass es sehr andere Arten zu existieren gibt.“ Luca Kieser über „Weil da war etwas im Wasser“ weiterlesen

Gedichtband: Daniel Böswirths „von den bösen viechern“

BUCHTIPP Barbara E. Seidl, 9. September 2023 Es ist allerhand seltsames Getier, das sich in Daniel Böswirths liebevoll gestalteten Gedichtband tummelt. Vom Krokokasperl über den Hummerfredschlawiner bis hin zu werwolfgleichen Geschöpfen, begegnet uns in "von den bösen viechern" ein Sammelsurium an fantastischen Geschöpfen, die der Autor in Gedichten und Linolschnitten verewigt. Über dreißig Jahre schrieb … Gedichtband: Daniel Böswirths „von den bösen viechern“ weiterlesen

Homage an Maria Lassnig: Ich bin ganz Landschaft (hrsg. von Maria Nicolini)

REZENSION Barbara E. Seidl, 22. Juni 2023 Maria Lassnig zählt zu den bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen des 20.und 21. Jahrhunderts. Maria Nicolini, die Besitzerin des ersten eigenen Ateliers der Malerin, erkundet in einem behutsam gestalteten und durch viel Bildmaterial unterlegten Band Aspekte der Kunst und des Lebens der Künstlerin. Unter dem Titel Ich bin ganz Landschaft … Homage an Maria Lassnig: Ich bin ganz Landschaft (hrsg. von Maria Nicolini) weiterlesen

Ein bewegtes und bewegendes Leben: Kirstin Breitenfellners Maria malt

REZENSION Barbara E. Seidl, 30. Mai 2023 Als uneheliches Kind verbringt Maria ihre früheste Kindheit in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer Großmutter in der Kärntner Provinz. Als ihre mittellose Mutter einen Bäcker heiratet, holt sie die Tochter zu sich nach Klagenfurt. Um das Mädchen zu beschäftigen, gibt ihr die Mutter eines Tages Papier und Bleistift und … Ein bewegtes und bewegendes Leben: Kirstin Breitenfellners Maria malt weiterlesen

„Die Feder ist die Schwester des Pinsels“ Maria Lassnig: Am Fenster klebt noch eine Feder

REZENSION Barbara E. Seidl, 22. Mai 2023 Ist die Literatur die Zwillingsschwester der Malerei? Maria Lassnig Die Ausnahmekünstlerin Maria Lassnig war eine begeisterte Leserin. Inspriert durch ihre zahlreichen Freundschaften zu zeitgenössischen Autorinnen und Autoren hegte sie eine Liebe für Literatur. Sich auszudrücken und Eindrücke künstlerisch zu verarbeiten, war für die Malerin eine Notwendigkeit. War Lassnigs … „Die Feder ist die Schwester des Pinsels“ Maria Lassnig: Am Fenster klebt noch eine Feder weiterlesen