Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen

REZENSION und PODCAST Barbara E. Seidl-Reutz 6. März 2026 Katherina Braschels Roman Heim holen beginnt mit einem Moment, der zunächst unscheinbar wirkt und doch alles verschiebt. In einem Gespräch mit ihrer Mutter erfährt die Protagonistin Lina, dass ihr Großvater bei der SS war. Die Information fällt nebenbei. Für Lina wird sie zum Ausgangspunkt einer Spurensuche in der … Das Schweigen zur Sprache bringen: Katherina Braschels Heim holen weiterlesen

Zu Gast im multigenrealen Musenreigen von Fräulein Hahnkamper

Die 6. Ausgabe unserer Literaturzeitschrift trägt den Titel LAUTeratur und zeigt Sprache als Bewegung: als Annäherung und Distanzierung, als Reibung und Verschmelzung, als Spiel zwischen Schrift und Stimme, also zwischen ihrer lautlichen und ihrer grafischen Repräsentation. Zur Einstimmung begleitet uns ein Gespräch mit Fräulein Hahnkamper, in dem Sprache, Klang und Performativität aus künstlerischer Perspektive beleuchtet … Zu Gast im multigenrealen Musenreigen von Fräulein Hahnkamper weiterlesen

Warum wir noch Notizbücher benutzen

WERBUNG Wer schreibt, kennt das Bedürfnis nach einem festen Ort für Gedanken. Nicht alles gehört sofort in ein Dokument oder eine Datei. Manche Ideen brauchen Papier. Wer mit der Hand schreibt, denkt anders.Man hält inne, formuliert bewusster und gibt Gedanken Raum, sich anders zu entwickeln. So bekommen Notizen einen persönlichen Charakter, der sich nicht kopieren … Warum wir noch Notizbücher benutzen weiterlesen

Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball

Wenn ich an Kinderbücher denke, fallen mir nicht viele ein. Bücher hatten keinen sehr großen Stellenwert, aber es gab sie. Erinnern kann ich mich an den kleinen Nick. Seine Welt begeisterte mich. Das Buch bestand aus kurzen Geschichten aus Nicks Leben. Es handelte sich um kleine alltägliche Abenteuer eines Jungen, der ungefähr so alt war … Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball weiterlesen

Elke Steiner über Sinchen hinter der Mauer

Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, denen vom Kleinkindalter an vorgelesen wurde. Ich erinnere mich, dass ich als Vorschulkind mit einem aufgeschlagenen Buch an unserem Küchentisch saß und mit dem Finger über die Zeilen fuhr, sodass es aussah, als würde ich lesen. Vom Gelächter meiner Geschwister ließ ich mich nicht beirren, als „Scheinbar-Lesende“ stand ich … Elke Steiner über Sinchen hinter der Mauer weiterlesen

Rick Lupert über Die Brüder Löwenherz

Ich kann mich, zum Ärger meiner Mutter, nicht gut an meine Kindheit erinnern. Die Ereignisse, die ich präsent habe, kann ich kaum in eine Chronologie bringen – dementsprechend weiß ich nicht, wann ich Astrid Lindgrens Die Brüder Löwenherz las und ob ich zu diesem Zeitpunkt schon andere Bücher der Autorin kannte. Ich weiß aber noch, dass mich … Rick Lupert über Die Brüder Löwenherz weiterlesen

Timo Brandt Über die Wunde in Winnie the Pooh

Manche Bücher verwunden einen und ich fürchte, diese Wunde kann niemals heilen. Es sind nicht selten jene Bücher, deren Welt uns in der Kindheit oder Jugend näher ist als die Wirklichkeit; ihnen gegenüber erscheint sie manchmal wie eine Rohfassung, wie ein Entwurf. Nun sind diese Welten aber kein Ort, außer einem Spalt zwischen zwei Buchdeckeln, … Timo Brandt Über die Wunde in Winnie the Pooh weiterlesen

Marlene Gölz über Die feuerrote Friederike

„Es war einmal ein kleines Mädchen. Es hieß Friederike. Es hatte sonderbare Haare.Ein paar Strähnen waren rot wie Paradeiser. Die Stirnfransen hatten die Farbe von Karotten. Die meisten Haare aber waren so rot wie dunkelroter Wein. Außerdem hatte es Sommersprossen und war ziemlich dick.“So beginnt das Buch, das mich als Kind wie kein anderes begeistert … Marlene Gölz über Die feuerrote Friederike weiterlesen