Die 6. Ausgabe unserer Literaturzeitschrift trägt den Titel LAUTeratur und zeigt Sprache als Bewegung: als Annäherung und Distanzierung, als Reibung und Verschmelzung, als Spiel zwischen Schrift und Stimme, also zwischen ihrer lautlichen und ihrer grafischen Repräsentation. Zur Einstimmung begleitet uns ein Gespräch mit Fräulein Hahnkamper, in dem Sprache, Klang und Performativität aus künstlerischer Perspektive beleuchtet … Zu Gast im multigenrealen Musenreigen von Fräulein Hahnkamper weiterlesen
Warum wir noch Notizbücher benutzen
WERBUNG Wer schreibt, kennt das Bedürfnis nach einem festen Ort für Gedanken. Nicht alles gehört sofort in ein Dokument oder eine Datei. Manche Ideen brauchen Papier. Wer mit der Hand schreibt, denkt anders.Man hält inne, formuliert bewusster und gibt Gedanken Raum, sich anders zu entwickeln. So bekommen Notizen einen persönlichen Charakter, der sich nicht kopieren … Warum wir noch Notizbücher benutzen weiterlesen
Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball
Wenn ich an Kinderbücher denke, fallen mir nicht viele ein. Bücher hatten keinen sehr großen Stellenwert, aber es gab sie. Erinnern kann ich mich an den kleinen Nick. Seine Welt begeisterte mich. Das Buch bestand aus kurzen Geschichten aus Nicks Leben. Es handelte sich um kleine alltägliche Abenteuer eines Jungen, der ungefähr so alt war … Andreas Pavlic über Der kleine Nick, die drei ??? und Fußball weiterlesen
Elke Steiner über Sinchen hinter der Mauer
Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, denen vom Kleinkindalter an vorgelesen wurde. Ich erinnere mich, dass ich als Vorschulkind mit einem aufgeschlagenen Buch an unserem Küchentisch saß und mit dem Finger über die Zeilen fuhr, sodass es aussah, als würde ich lesen. Vom Gelächter meiner Geschwister ließ ich mich nicht beirren, als „Scheinbar-Lesende“ stand ich … Elke Steiner über Sinchen hinter der Mauer weiterlesen
Rick Lupert über Die Brüder Löwenherz
Ich kann mich, zum Ärger meiner Mutter, nicht gut an meine Kindheit erinnern. Die Ereignisse, die ich präsent habe, kann ich kaum in eine Chronologie bringen – dementsprechend weiß ich nicht, wann ich Astrid Lindgrens Die Brüder Löwenherz las und ob ich zu diesem Zeitpunkt schon andere Bücher der Autorin kannte. Ich weiß aber noch, dass mich … Rick Lupert über Die Brüder Löwenherz weiterlesen
Timo Brandt Über die Wunde in Winnie the Pooh
Manche Bücher verwunden einen und ich fürchte, diese Wunde kann niemals heilen. Es sind nicht selten jene Bücher, deren Welt uns in der Kindheit oder Jugend näher ist als die Wirklichkeit; ihnen gegenüber erscheint sie manchmal wie eine Rohfassung, wie ein Entwurf. Nun sind diese Welten aber kein Ort, außer einem Spalt zwischen zwei Buchdeckeln, … Timo Brandt Über die Wunde in Winnie the Pooh weiterlesen
Marlene Gölz über Die feuerrote Friederike
„Es war einmal ein kleines Mädchen. Es hieß Friederike. Es hatte sonderbare Haare.Ein paar Strähnen waren rot wie Paradeiser. Die Stirnfransen hatten die Farbe von Karotten. Die meisten Haare aber waren so rot wie dunkelroter Wein. Außerdem hatte es Sommersprossen und war ziemlich dick.“So beginnt das Buch, das mich als Kind wie kein anderes begeistert … Marlene Gölz über Die feuerrote Friederike weiterlesen
Im Weitergehen wachsen Flügel: Kaśka Brylas Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich
REZENSION Barbara Seidl-Reutz 07.11.2025 Kaśka Brylas Roman Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich ist eine vielstimmige Erkundung dessen, was bleibt, wenn Körper, Herkunft und Sprache fragil werden und sich in diesen Brüchen neu zusammensetzen. Die Erzählerin lebt nach einer Covid-Erkrankung auf einem Wagenplatz, in einer Zwischenwelt, halb geschützt, halb verloren. Sie ist nicht allein, doch … Im Weitergehen wachsen Flügel: Kaśka Brylas Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich weiterlesen