Im Spotlight: Georg Rauber, ein schauspielender Schriftsteller

Foto: Daniel Willinger

Fans der ORF-Fernsehserie Walking on Sunshine ist Georg Rauber bereits als „Möttl“ bekannt, vor kurzem ist nun im Kampenwandverlag sein erstes Buch mit dem Titel Das Herz ist ein dummer Bastard aber es weiß was es will erschienen.

„Zum Schreiben gekommen bin ich strikt gesagt nicht wirklich, weil es war immer schon da“ so Rauber. Das Schreiben bezeichnet er als Grundnahrungsmittel, das ihm einfach sehr viel Spaß macht.

„Aus Nichts etwas zu machen, hat mich schon immer sehr fasziniert und da ist das Wort eine beeindruckende Waffe, weil es nicht viel braucht. Fantasie und Bleistift reicht eigentlich schon. Wenn kein Papier da ist, schreibt man’s halt auf die Haut, was zugegeben mit Bleistift etwas schwer sein kann aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ meint der Autor mit einem Augenzwinkern.

Am liebsten schreibt Georg Rauber Kürzestgeschichten. Mit wenig viel auszudrücken, in ein paar Zeilen sehr viel Emotion hineinpacken – das findet er faszinierend. Künstlerische Vorbilder sind dabei etwa Joan Didion, T.C. Boyle und Haruki Murakami.

Die Ideen für seine Geschichten entwickelt er beim Beobachten.

„Ich glaub wenn man ein offenes Auge sowie offenes Herz und Hirn hat, kann einen alles inspirieren. Offensichtliche Sachen mit starkem emotionalen Schub aber auch ein Hundehäuferl zB. – alles kann in einem was auslösen und alles, was etwas auslöst, kann etwas erzählen.“

Darüber hinaus rät er anderen angehenden Schriftsteller*innen, auch selbst viel zu lesen.

„Will man ein Format meistern muss man den vorhergegangenen Meistern Beachtung geben. Auch wenn man dann was komplett anderes macht als diese. Regeln sind viel leichter zu brechen wenn man sie genau kennt,“ so sein Tipp.

In Das Herz ist ein dummer Bastard aber es weiß was es will hat Georg Rauber nun einige seiner Geschichten zu einer Sammlung zusammengefasst. Für seine Sprachexperimente könnte er sich neben dem Buchformat aber auch andere Formate vorstellen, wie etwa Instagram Stories, die nur 24h online und ein paar Sekunden lang sind.

„Die bieten sich für kurzweilige Sachen an oder zum geschwinden Vorlesen. Und durch das vorgegebene Kurzformat müsste man dann den kreativen Output auch anpassen, was viele als beschränkend sehen, ich aber als inspirierend, weil es automatisch eine Form vorgibt und mir das damit schon abgenommen ist. Was ich dann reinfüll‘, ist ja immer noch meine Entscheidung.“

Auch literarische Kurzprojekte auf TikTok fände er spannend oder Kooperationen mit bildenden Künstlern.

Letztes Jahr lief im ORF die Serie „Dave“, bei der Rauber einer der Autoren war. Doch szenisches Schreiben ist natürlich etwas anderes als prosaisches oder lyrisches Schreiben.

„Da fällt einem dann auf – vor allem wenn’s dann gefilmt wird – wie oft Sprache in Romanen eigentlich verschnörkelt ist und dass selten Leute so sprechen wie in Büchern.“

Georg Rauber fühlt sich in allen Formaten zuhause, solange er kreativ sein kann und es für das Publikum bereichernd ist.


Mehr über den Autor findet ihr auf:

https://www.georgrauber.com

https://www.instagram.com/itsthegeorgr

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